Samstags erst mal zu Aldi. Ich frühstücke meistens erst nach den ersten 15-20km. Da kam mir der Aldi in Pontevedra genau richtig. In Spanien läuft der Hobel ein wenig anders, die Bude macht erst um 9 Uhr auf. Die Zeit nutzte ich, um kleine Reparaturen und Einstellungen am Rad zu tätigen. Im Anschluss gabs dann Empanadas zum Frühstück. Warten lohnt!

Der EuoVelo führte weiter auf dem Camino. Streckenverhältnisse = Mountainbikestrecke, wie schon am Tag zuvor. Vielleicht hatte ich einen etwas anderen Anspruch bzw. muss meine Erwartungshaltung etwas anpassen. Kilometer werden auf dam Untergrund und mit denen Höhenmeter nicht gerissen. Hinzukommend wurde die Anzahl an Pilgern von Kilometer zu Kilometer mehr. Stellenweise war eine ganze Schule unterwegs, ja Schule nicht Schulklasse. Das ewige “Buen Camino” hat mir dann den Rest gegeben. Hab die Route etwas geändert. Das klappte ein paar Kilometer aber man kommt immer wieder auf den Camino. Zu allem Übel habe ich gegen Mittag mein Klingel geschrottet. Ein lautes Ding-Dong tuts auch, wenn nicht ganz so gut.

So ging das dann den ganzen Tag bis Santiago de Compostela. Naja ich hatte mich damit abgefunden. Angekommen in Santiago, dem Ort der Begierde und Erlösung, staunte ich dennoch erneut über die Anzahl an Pilger. Klar, hier kommen ja alle Caminos zusammen. Schreiende und Klatschende Leute auf dem Platz vor der Kathedrale. Das Theater gab ich mir keine 10 min. Nicht dass ich als nichtangehöriger der katholischen Kirche noch in Flammen aufgehe.

In Santiago nutzte ich noch die Möglichkeit bei Decathlon einzukaufen. Hatte irgendwie meine Adiletten verloren - entweder auf der Holperstrecke oder durch meine Tollpatschigkeit. Ich tippe auf Zweiteres. Die Klingel wurde auch noch ersetzt, jetzt geht es ja auf dem nächsten, also den “richtigen” mir bekannten, Camino weiter.

Kurzübersicht  
Start Calle, Spanien
Ziel A Calle, Spanien
Kilometer 119km
Höhenmeter 1530hm
Wetter sonnig, 29°C
Wind Windstill bis Rückenwind